| Vorwort Heft 2 |
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Liebe Lesende, Sommer! Die Sonne kommt wieder raus – wir auch – und wie immer dazu ein Lokalkolorit. Dieses Mal: Nehmt dieses Heft und setzt Euch in ein Straßencafé am späten Nachmittag. Bei der nächsten Frühlingsausgabe nehmen wir dann vielleicht extra für diesen Anlass gelberes Papier, damit die Sonne nicht so grell aus der weißpapiernen Zeitschrift springt, für dieses Mal setzt Euch unter die Markise. Jetzt erstmal Sommer! Die Sonne lacht wie wir: Ein Jahr Projekt Anwesenheitsnotiz. Wir haben allen Grund zur Freude. Seit der ersten Ausgabe ist aus dem Projekt ein Projektil geworden, dessen Flugbahn keine fallende ist, erkennbar an der steigenden Anzahl der Einsendungen. Ein Schuss ging auch in der Presse los, FASZ sei Dank. Aus einem klassischen Projekt, das Gefahr lief, sich in die Linie anderer Projekte einzureihen, bei denen man sich nicht mehr traut, länger als zwei Jahre im Voraus zu denken, wird ein Verein. Wir haben unserem Projektil nun also einen Antrieb verpasst, damit es entweder weiter steigen oder die aktuelle Höhe halten kann. Für Treibstoff müssten jedoch Jene unter Euch sorgen, die uns einmal ablösen, wenn wir nicht mehr (Studierende) sind und andere ‚Mitmacher‘, die mit Eifer Hausarbeiten schreiben. Der Verein macht es uns nun möglich, Euch auf seriösem Wege ein Solidaritäts-Abonnement zu offerieren, damit Ihr bei der nächsten Ausgabe nicht auf eine zufällige Begegnung hoffen müsst. Für alle Begeisterten der Anwesenheitsnotiz mit solideren Finanzen ist es die Möglichkeit, das Projekt zu unterstützen. Aber auch inhaltlich hat sich etwas getan: In dieser Ausgabe haben wir das Glück, dass nicht nur die klassische Form der Hausarbeit vertreten ist, sondern auch der Essay. Komprimiertes, kompromissloses, kompetentes Argumentieren auf knappstem Raum: die Königsdisziplin der Gedankenausführung. Wir würden vor Begeisterung im Quadrat springen, wenn beim nächsten Mal – auch ohne Presseunterstützung – erstens die Einsendungen so zahlreich sind wie dieses Mal und zweitens darunter ebenfalls wieder Essays zu finden sind. Unser Dank gilt auch diesmal wieder den bereitwilligen Freunden, interessierten Fachschaften, begeisterten Dozierenden und den AutorInnen der letzten Ausgaben für die großflächige Verteilung der Zeitschrift in der deutschsprachigen Unilandschaft. Für ihre Bereitschaft, sich unentgeltlich an der Zeitschrift mit zeitlichem und gedanklichem Mehraufwand zu beteiligen, danken wir dem Position & Perspektive-Autor Frédéric Valin, sowie Prof. Dr. Beate Söntgen und Prof. Dr. Philip Ursprung für ihren Blick auf den State of the Art in der Kunstgeschichte. Kommt gut durch den Sommer – Eine Abwesenheitsnotiz wird es nicht geben.
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